Eröffnung am Freitag, den 11. September 2026, 19-21 Uhr
In Anwesenheit der Künstlerin
Kuratiert von Stefanie Regina Dietzel
Erstmals zeigt die Alfred Ehrhardt Stiftung die historischen Industriefotografien von Alfred Ehrhardt (1901-1984) in einem völlig neuen, zeitgenössischen Licht. Zwischen 1954 und 1963 fertigte Ehrhardt im Auftrag des Tabakkonzerns Reemtsma & Co. zahlreiche filmische und fotografische Arbeiten an. Diese Werke blieben bislang weitgehend unbeachtet und stehen in Kontrast zu seinen bekannten, freikünstlerischen Natur- und Landschaftsaufnahmen. Die bisher kaum ausgestellten Dokumente bilden das Fundament für die neueste Arbeit Photography’s Claim to Property. Bilder im Auftrag Reemtsmas der Leipziger Künstlerin Ramona Schacht (*1989). Schacht setzt sich intensiv mit den dargestellten Arbeitswelten auseinander und hinterfragt, welche politischen, ökonomischen sowie körperlichen Ordnungen in diesen Bildern sichtbar werden, und welche verdeckt bleiben. Der Rohstoff Tabak ist dabei in Form von selbst gezogenen Pflanzen in der gesamten Ausstellung präsent.
Kategorie: Vorschau
Oliver Ullrich: Twisted Landscape
Eröffnung am Freitag, den 8. Januar 2027, 19-21 Uhr
In Anwesenheit des Künstlers
Mit der Ausstellung Twisted Landscape richtet der Biologe und Fotograf Oliver Ullrich den Blick auf das norddeutsche Watt, einen Landschaftsraum ständiger Veränderung. Die Ausstellung knüpft an Alfred Ehrhardts fotografische Auseinandersetzung mit dem Wattenmeer an und entwickelt sie aus einer zeitgenössischen Perspektive weiter. Gezeiten, Wind, Sedimenttransport, Sturmfluten und der Klimawandel formen hier eine Landschaft, in der Entstehung, Entwicklung und Vergänglichkeit untrennbar miteinander verbunden sind. Im Zentrum der Serie stehen das Werden und Vergehen dieser Landschaft und die Frage, wie sich ihr fortwährender Wandel fotografisch erfassen lässt.
Thomas Pöhler: Giorgio Spezia
Eröffnung am Freitag, den 7. Mai 2027, 19-21 Uhr
In Anwesenheit des Künstlers
Quarzkristalle, allen voran der wasserklare Bergkristall, gelten seit jeher als Sinnbild des Geistigen und der Transzendenz. Als Reliquie, Glaskugel oder Anhänger sind sie Projektionsfläche der Spekulation, Spiritualität und des Okkultismus. Die Ausstellung widmet sich der Auseinandersetzung des Künstlers Thomas Pöhler (*1966) mit dem italienischen Mineralogen Giorgio Spezia (1842–1911), dem es nach 15-jähriger Forschung 1906 erstmals gelang, künstlichen Quarz zu züchten.