Arno Schidlowskis analoge Arbeiten entstehen aus einer tiefen, kontemplativen Auseinandersetzung mit Natur und Licht. In den beiden Werkserien begegnen sich äußerer Landschaftsraum und inneres Bild, Beobachtung und Erinnerung, Gegenwart und romantische Tradition. In JASMUND (2005–2011) führt Schidlowski auf die Insel Rügen – an jene Kreideküsten, die durch Caspar David Friedrich zu Ikonen geworden sind. Doch statt vertraute Sehgewohnheiten zu bestätigen, sucht er nach „adäquaten Bildern“ eines Ortes, der zwischen kulturellem Gedächtnis und persönlicher Erfahrung oszilliert. Seine Fotografien entfalten in stillen, rhythmischen Sequenzen eine poetische Bildsprache, die den Mythos der Romantik zugleich berührt und hinterfragt. Mit seiner Serie DER SONNE MOND (2011–2013) unternimmt der Künstler eine innere Reise in eine nicht eindeutig verortbare Landschaft des Südens. In zarten Schwarz-Weiß-Tönen eröffnet sich eine Welt zwischen Traum und Erinnerung, in der sich Vertrautheit und Fremdheit berühren.
In der Führung wird der Frage nachgegangen, in welcher Weise der Künstler seine Bildstrategien entwickelt, welche Bedeutung der Natur zukommt, wie sich das Erleben vor Ort gestaltet, welchen Faktor die Zeit spielt, warum es sich bei seinen Aufnahmen um analog fotografierte Handabzüge handelt, und vieles mehr.
Arno Schidlowski (*1975, Münster) lebt in der Nähe von Hamburg. Nach einem Diplom 2006 in Visueller Kommunikation an der FH Dortmund absolvierte er 2013 ein Masterstudium bei Prof. Ute Mahler an der HAW Hamburg. Seitdem wird er von Jo van de Loo, München, vertreten, mit Einzelausstellungen, Sammlungsankäufen und Messebeteiligungen in Berlin, Amsterdam, Paris, London und Wien.
Eintritt frei. Eine Voranmeldung ist erforderlich unter: info@aestiftung.de