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Eintritt frei. Eine Voranmeldung ist erforderlich unter: info@aestiftung.de
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Wie begann die Tabakmanie in Europa? Warum war man im 17. Jahrhundert darauf versessen, stilvoll Rauchkringel zu produzieren? Warum verlor das Rauchen im 18. Jahrhundert seine Bedeutung und wie wurde es zum Kennzeichen für revolutionäre und emanzipierte Frauen im 19. Jahrhundert? Wie wurde so etwas Kleines wie eine Zigarette zu einem Symbol des 20. Jahrhunderts? Und schließlich: Was ist vom Rauchen in der Gegenwart noch übrig?
In ihrer Kulturgeschichte des Rauchens erzählt Melanie Aufenvenne von den Zeiten, in denen der blaue Dunst die Welt verführte und eroberte, Zeiten, in denen Rauchende ihre Sucht genussvoll zelebrieren konnten. Sie lässt die Verehrer des Nikotins wie auch seine Gegner zu Wort kommen, ohne dabei die gängigen Klischees zu bedienen und zeigt, wie das Rauchen unsere Alltagswelt geprägt hat.
Melanie Aufenvenne, geb. 1975, hat Geschichte, Philosophie und Gender Studies in Berlin und Paris studiert. Sie lebt als freie Historikerin in Berlin.
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Ausgerechnet einer der größten Tabakkonzerne der Welt wirbt heute mit dem Slogan »It’s time to make smoking history« für eine »smoke free future«. »Make Smoking History« ist auch der Titel einer Kampagne des Cancer Council Western Australia, die seit 2000 versucht, über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens aufzuklären und Hilfe zum Aufhören anbietet.
Die Tabakindustrie hat sich von ihren Versprechen von unbeschwerter Freiheit, Abenteuer und Unabhängigkeit abgewandt und präsentiert sich heute in ganz anderer Gestalt. Wissenschaftliche Studien, Erklärvideos und Flagship-Stores werden Teil einer Ästhetik, die von einer scheinbar glatten und makellosen Oberfläche gekennzeichnet ist. Die Industrie reagiert auf Restriktionen, passt Marketingstrategien an und nimmt durch Lobbyarbeit Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse.
In seinem künstlerischen Projekt »Doubt is our product« nimmt Oliver Heise diese Entwicklungen zum Anlass für eine fotografische Auseinandersetzung mit den visuellen Strategien und der Warenästhetik gegenwärtiger Tabakprodukte. »Doubt is our product« ist ein Versuch, das Wechselspiel zwischen politischer Regulierung, Lobbyarbeit und neuen Marketingstrategien kritisch in den Blick zu nehmen. Im Gespräch mit Steffen Siegel gibt Oliver Heise Einblick in seine Recherchen zur Tabakindustrie unserer Gegenwart und seine Strategien, sich mit ihr künstlerisch auseinanderzusetzen.
Oliver Heise (*1999, Wuppertal) studiert im Masterstudiengang Photography Studies and Practice an der Folkwang Universität in Essen. Für seine fotografische Arbeit erhielt er 2022 den Folkwang Preis. 2023 wurde ein Auszug seiner Bachelorarbeit in der „Zeitschrift für Medienwissenschaft“ veröffentlicht.
Steffen Siegel ist Professor für Theorie und Geschichte der Fotografie an der Folkwang Universität der Künste und leitet hier den Masterstudiengang Photography Studies and Research. Seit 2024 ist Vorsitzender des Vorstands des Zentrums für Fotografie Essen.
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The image of woman worker played a critical role within the visual culture of socialist construction in the German Democratic Republic. Appearing in factory newspapers, lifestyle magazines, industrial films, and the photo-murals of international trade fairs, the working woman served as a metonym for the state and its reorganization of the relations of production. This talk asks what it means to re-encounter these images today, decades after the collapse of a state whose rhetoric had already begun to ring hollow. Beginning with the collection of the VEB Filmfabrik Wolfen, it examines the representational work of the woman worker within the archive of socialist industry, attending to the ideological uses to which these images were put, as well as the untold stories they might harbour. The archival practice of Ramona Schacht, here, serves as an important methodological inspiration—in its attention to the body, and in its insistence on the promise that these images contain, despite and in spite of their political instrumentalization.
Katerina Korola is an art historian and media scholar whose research explores the history of photography through an ecological lens. She is Assistant Professor of Media Historiography at UC Berkeley and is currently completing her first book, Picturing the Air: Photography and the Industrial Atmosphere, which tells a history of air pollution as a photographic problem. Her research has appeared in the Journal of Visual Culture, Representations, Photographica, and Transbordeur.
Free admission. Advance registration is required at: info@aestiftung.de
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